SV MarkoFestival Sv. MarkaFestival Sv. MarkaFestival Sv. MarkaFestival Sv. Marka

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Verehrte Musikfreunde!!

 

Ein ganzes Jahrzehnt schon wird an späten Nachmittagen und Abenden im April und Mai, wenn in Zagreb die Kirchenglocken klingen, das Festival des hl. Markus/Festival sv. Marka veranstaltet. Es scheint, dass uns die Frühlingstage besonders stimmen und in uns das Verlangen nach einem engen, lieben Musikfreund wecken mit dem wir nach einem Konzert Gedanken über die Musik austauschen könnten. Die ersten zehn Jahre sind wie im Flug verflogen und doch blieb jedes Konzert, jeder Musiker und Musikfreund, jedes Musikstück in Erinnerung. Diese Jahre ließen uns erfahren, was es bedeutet ein Festival zu gründen. Wir spürten nicht nur die Last und die Bürde der augenscheinlichen Festivalarbeit, sondern auch die Schwere der vielen verantwortungsvollen Aufgaben die im Hintergrund erledigt werden müssen, damit die Veranstaltungen zur Zufriedenheit aller verlaufen. Das alles geht mir durch den Kopf, wenn ich zurückblicke, und manchmal erscheint es mir, dass sich gewisse Dinge schon von alleine erledigen, so als ob die Realität des Festivallebens und die Verpflichtungen von Zeit zu Zeit automatisch ablaufen.

 

Wir, liebe Musikfreunde, werden dadurch frei in die Musik einzutauchen, was auch der Sinn jeder solcher Veranstaltung sein soll. Natürlich werden wir uns bemühen diese feinmaschigen Verbindungen zwischen den Menschen auf beiden Seiten der Festivalbühne weiter zu spinnen um gerade durch die Musik auf eine einzigartigen Weise zu kommunizieren. Der Sinn solcher Veranstaltungen bleibt immer der gleiche: einer Welt, die müde ist grundlegende geistige und zwischenmenschliche Veränderungen zu vollbringen, eine ..Erholungspause zu verschaffen. Der Festivalleitung gelang es all die Jahre hindurch das interessante und vielseitige Programm nicht nur zu erhalten, sondern es auch auszubauen. Dies geschah unter Mitwirkung von Künstlern und Ensembles aus dem In-und Ausland, die eine immer größere Beachtung seitens des Publikums und der Öffentlichkeit erlangen.

 

Dadurch stellte sich das Festival in eine Reihe mit bedeutenden Veranstaltungen nicht nur in Zagreb und Kroatien, sondern auch in Europa. Die Grundidee ist das Musizieren von hervorragenden Künstlern in den Konzertsälen und Kirchen der Zagreber Ober- und Unterstadt. Das Festival ist auch eine Begegnungsstätte der gegenwärtigen kroatischen Musiktradition mit der europäischen, ja mit der weltumfassenden Aufführungspraxis.

 

So können wir Vergleiche anstellen zwischen Ensemblemitgliedern der Berliner Philharmonie, die bei ihren Auftritten auch junge, neu aufgenommene Mitglieder, in ihren Reihen hatten und ...des glorreichen englischen Ensembles "Pro Cantione Antiqua"sowie des Gastspiels "Villancico" aus Schweden und des Ensembles "Wien" aus Österreich, des deutschen Chellisten Götz Teutsch und der russischen Chellistin Tatjana Vassilieva, des Organisten Martin Baker aus London, Marek Stefański aus Krakau und Stefan Kocsis aus dem österreichischen Burgenland und des Kirchenchores aus Großwarasdorf (Burgenland). Die Auftritte der kroatischen Musiker und Ensembles in diesem ersten Jahrzehnt waren von gleich hoher Qualität.

 

Viele junge Künstler wie Edin Karamazov auf der Laute, " Kroatische Brass Quintett", ˝Pučki pjevači" aus Starigrad auf der Insel Hvar, der Organist und Chembalist Pavao Mašić, das "Zagreber Quartet", die "Hl. Markus Solisten", die "Zagreber Solisten" und andere konnten sich hier profilieren. So entwickelte sich das Festival immer mehr zu einer musikalischen Veranstaltung von internationaler Bedeutung, wobei der Stärkung eines mitteleuropäischen musikalischen Klimas eine besondere Bedeutung beigemessen wird. Den Wusch vieler ausländischer Musiker bei diesem Festival alljährlich mitzuwirken sehen wir als Erfolg an, was uns außerordentlich freut. Mein Wunsch ist es, dass in den kommenden Jahren das Festival um eine zusätzliche Dimension reicher wird. Die Musik möge auch die Armen, Kranken, Verlassenen erreichen und in Zeiten der geistigen und menschlichen Verrohung der Welt den Frieden und die zwischenmenschlichen Beziehungen wiederbeleben.

 

Es ist uns ein Anliegen mit den Ensembles und Künstlern wie "Philharmonische Sextett Berlin", die "Hl. Markus Solisten", dem Kontratenor Paul Esswood, der großen Mezzosopranistin Marjana Lipovšek, der "Philharmonische Camerata Berlin",dem "Brandis Quartett", dem Violinisten Wilfried Strehle, dem Pianisten Vladimir Krpan, dem "Trio Berlin", dem "Celibidache Trio", den Solisten des Walisischen Barockorchesters, dem Karamazov Quartett, dem Dubrovniker Gitarretrio, dem ˝Philharmonische Oktett Berlin˝ , dem Kammerorchester "Herbert von Karajan" den Stipendianten der Berliner Philharmonie, den weltbekannten Violinisten wie Thomas Brandis, Lorenz Nasturica, Reiner Honeck, Guy Braunstein der Zagreber Musikliebhabern, den Gästen der Stadt und der kroatischen und ausländischen Kulturszene die Schönheit der Kammermusik näher zu bringen. Es sei mir erlaubt einen Ausspruch des großen Komponisten Ludwig van Beethoven über die Kommunikation zwischen den Menschen anzuführen: Ich habe alles, was du mir bieten kannst? Kannst du mir das anbieten, was ich nicht habe? Ich habe alles - ich habe mich. Neven Valent Kannst du mir das anbieten, was ich nicht habe? Kannst du mir dich anbieten? Das Festival des hl. Markus/Festival sv. Marka findet alljährlich Ende April und in der ersten Maihälfte statt. Das Festivalprogramm konzentriert sich auf Werke, die in der Regel seltener aufgeführt werden, bzw. auf "trouvailles" - Entdeckungen oder auf gut bekannten Musikstücken in nicht gängigen Aufführungen.

 

Als Beispiel sei angeführt: auf dem I. Festival im Jahre 1999 spielte das "London Phoenix Ensemble", das Kammerensemble der Königlichen Akademie und des Kolleg für Musik aus London, die Symphonie Nr. 4 in G-Dur von Gustav Mahler in einer Transkription für ein Kammerensemble des österreichischen Komponisten Erwin Stein, uraufgeführt im Wiener Verein für musikalische Privataufführungen, den der Komponist Arnold Schönberg gegründet hatte. Was bewegte uns das Festival des hl Markus/Festival sv. Marka zu gründen? Schon im 13. Jahrhundert hatten die Bürger der königlichen Freistadt Gradec ihre Pfarre, deren dominanter religiöser und kultureller Mittelpunkt in der Vergangenheit wie in Gegenwart war und ist, die gotische Markuskirche. Sie war die Stätte in der die Zünfte und reichen Bürger Votivaltäre errichteten, vor der Märkte abgehalten wurden und die sich zum pulsierendem Mittelpunkt der stolzen mittelalterlichen Siedlung entwickelte. Mit der Verlagerung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens von der Ober- in die Unterstadt, schien Gradec in einen Dornröschenschlaf verfallen zu sein. Trotz der Bemühungen der Stadtverwaltung die Fassaden der Bürgerhäuser zu erneuern, und obwohl sich hier das Parlament und der Regierungssitz befindet, herrscht heute in der Oberstadt eine museale Atmosphäre. Manchmal mag das gut sein, aber gelegentlich wird das Verlangen nach Musik und anderen Veranstaltungen spürbar.

 

Vor 800 Jahren wurde der Festtag des hl. Markus am 25. April als Datum des Stadtmarktes, des wichtigsten Ereignisses im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Jahreskreis, bestimmt. Die Gewerbetreibenden und die Händler bildeten die Mehrheit der Bewohner der Oberstadt. Sie waren die Hauptakteure dieses Ereignisses, und der Markt selber wurde zum Grundstein einer Entwicklung, die diese Stadt später zur Hauptstadt Kroatiens machen wird. Wir Musiker sind schon mehr als 20 Jahre in der Oberstadt, speziell in der Kirche des hl. Markus, tätig. Nach reiflicher Überlegung entschlossen wir uns an die Arbeit zu gehen und den Versuch zu wagen die ehemalige Atmosphäre der Oberstadt und ihr zentrales Ereignis wiederzubeleben. Dies wollen wir mit dem Festival des hl. Markus/Festival sv. Marka erreichen. Das Gerüst der Veranstaltung bildet eine Reihe äußerst attraktiver Konzerte von Musikern mit Weltgeltung. Daneben gibt es noch eine breite Palette von Begleitveranstaltungen (Märkte, Ausstellungen, Vorträge, Kulinarik,..), die der Oberstadt etwas von ihrem einstigen Glanz und Flair wiedergeben werden.

 

Wir sind fest davon überzeugt, dass gerade jene Schicht des Bürgertums, die einst den Pulsschlag der Oberstadt, des Krvavi most und der Tkalčićeva ulica bildete, zum Motor der Wiederbelebung werden könnte und so der Stadt jenen Stellenwert zu geben, der ihr gebührt. Über die Gründung des Festivals begannen wir im September 1998 nachzudenken. Unser Wunsch war es, dass das Festival des hl. Markus/Festival sv. Marka ein traditionelles und internationales Ereignis wird, eine Entwicklung, die sich schon abzeichnet. An die teilnehmenden in- und ausländischen Künstlern und Ensembles werden hohe künstlerische Anforderungen gestellt. Am Festival sollen Vokalwerke, beginnend mit der Frührenaissance bis zu zeitgenössischen in- und ausländischen Komponisten, zur Aufführung gelangen. Geplant sind nicht nur Darbietungen von solistischen und kammermusikalischen Formen, sondern auch von Werken mit größeren Vokal- und Instrumentalensemblen.

 

Neven Valent

 

Preveo: Stefan Zvonarich

Deutsche Übersetzung: Stefan Zvonarich

 

 

Patenschaft




Rathaus von Zagreb



Das Festival findet mit der Unterstützung von:


Stadt von Zagreb Amt für Bildung, Kultur und Sport


Ministerium für Kultur der Republik Kroatien


Das Zagreb Tourist Board